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Kinder in Refugee-Familien, Kindesentzug und Bildungszugänge

23. März - 17:00

Kostenlos
Informationen zur Veranstaltung:

Geflüchtete Menschen mit Kindern machen spezifische Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen. Wir wollen uns bei dieser Veranstaltung insbesondere mit solchen beschäftigen, die sich um Jugendamt und Bildungswege drehen.

Bislang existiert in Deutschland nur im Land Berlin seit 2020 mit dem Landes-Antidiskriminierungsgesetz (LADG) ein Gesetz auf Landesebene, das Menschen vor Diskriminierung durch öffentliche Stellen wie Behörden schützen soll. Behörden sind jedoch den verfassungsrechtlichen Diskriminierungsverboten und dem allgemeinen Gleichheitssatz des Grundgesetzes verpflichtet (Afrozensuns 2020). Die Diskriminierung von Eltern im Bildungssystem und beim Jugendamt hängt oft zusammen. Beide Systeme sehen Schwierigkeiten von Kindern schnell als Versagen der Eltern an, ohne nach den Bedingungen zu fragen. So werden staatlich hergestellte Benachteiligungen, wie der Stress durch einen unsicheren Aufenthaltsstatus, die Zusatzbelastung durch bürokratische Anforderungen, prekäre Arbeit oder schlechte Wohnverhältnisse als Schuld der Eltern abgefertigt und diese (rassistisch) abgewertet, anstatt Angebote zu befördern, die diese Diskriminierungen reduzieren oder zumindest unterstützend wirken. Dies wirkt sich schließlich negativ auf die Kinder aus, denen der Zugang zu Sprachkursen, Nachhilfe oder schlicht Freizeitangeboten oft erschwert ist. Personen, die sich darüber beschweren bzw. sich oder ihre Kinder aktiv zu schützen versuchen, hören oft, dass das Erlebte kein Rassismus sei (Afrozensus 2020).

Im ersten Teil der Veranstaltung soll insbesondere betroffenen Menschen der Raum gegeben werden, ihre Erfahrungen zu Rassismus in Jugendämtern und Bildungseinrichtungen zu teilen. Anschließend wollen wir gemeinsam darüber nachdenken, was getan werden kann, um die aktuellen Zustände zu verbessern. Wir erhoffen uns, mit vielen Ideen und vielen Verbündeten aus der Veranstaltung zu gehen.

Für englische und französische Übersetzung ist gesorgt. Wir freuen uns, wenn ihr weitere Übersetzungskompetenzen mitbringt. Wir möchten bei der Veranstaltung alle bitten, dafür aufmerksam zu sein, Betroffene nicht mit „guten Ratschlägen“ zu überhäufen, sondern von ihren Erfahrungen mit Behördenpraxen zu lernen und diese anzuerkennen. 

Details

Datum:
23. März
Zeit:
17:00
Eintritt:
Kostenlos
Kategorie:
, ,
Veranstaltung-Tags:

Ort

Barrio 137
Luisenstraße 31
Karlsruhe, 76137
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