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Institutioneller Rassismus

Veränderungen in den eigenen Strukturen schaffen

Rassismus ist keine individuelle Handlung oder Haltung. Rassismus hat System und ist eine Struktur, die Ungleichheit und Unterdrückung legitimiert und damit zur unausgesprochenen Norm wird. Diesen Strukturen liegen historisch gewachsene Machtverhältnisse zugrunde, die ihren Ursprung unter anderem in der deutschen Kolonialgeschichte haben und die wir heute – bewusst oder unbewusst – weitergeben. Diese Machtverhältnisse wirken in unterschiedliche Bereiche unseres Lebens: in der Architektur von Gebäuden, in der Art, wie wir arbeiten, wohnen und welche Feste wir feiern. Sie regeln wer wo wieviel spricht, wem zugehört wird und wessen Erfahrungen zählen. Insbesondere prägen sie wichtige Institutionen der Polizei, der Schule und der Justiz. Sie bestimmen auch die Narrative in Filmen, Theatern, Büchern, die wir und unsere Kinder täglich konsumieren. In diesen Geschichten werden rassistische Bilder reproduziert und damit aufrechterhalten. Gleichzeitig erhalten Menschen, deren Identität nicht einer konstruierten Norm entspricht, keine mediale Repräsentation.