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Lesung mit dem israelischen Autor Tomer Dotan-Dreyfus

22. Februar - 18:00 - 20:00
Kostenlos

»Es scheint, als kenne ich alle Pflanzen dieses Landes, aber niemals ihre Wurzeln.«

Der Autor Dotan-Dreyfus stellt sein Buch „Keinheimisch“ – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland [Ullstein] vor. Eine Reflexion über Heimat, die Nakba und das Leben zwischen Israel und Deutschland.

Dotan-Dreyfus, aufgewachsen in Haifa, Israel, schreibt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie und hinterfragt zugleich die israelische Gründungsgeschichte. Sein Großvater beteiligte sich an der Nakba, doch erzählt wurde die Vertreibung der Palästinenser später als »Befreiung«. Welche Rolle spielte der Großvater 1948 wirklich?

In „Keinheimisch“ verschmelzen Kindheitserinnerungen mit Reflexionen über Geschichte, Literatur und Politik. Eine berührende Erzählung über Erzählungen und die Frage, wie sehr man ihnen trauen kann.

Tomer Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen. Seit 2011 lebt er als Autor und Übersetzer in Berlin. Er studierte Philosophie und Komparatistik in Berlin, Wien und Paris und schreibt sowohl in hebräischer als auch in deutscher Sprache, übersetzt deutsche Literatur ins Hebräische und veröffentlichte Lyrik, Essays und Prosa.
Er schreibt regelmäßig über Israel und Palästina sowie über Antisemitismus in Deutschland. Seine Artikel erscheinen unter anderem in Süddeutsche Zeitung, taz und Berliner Zeitung. Sein erster Roman Birobidschan (Voland & Quist) stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2023.

Eintritt auf Spendenbasis.

Details

  • Datum: 22. Februar
  • Zeit:
    18:00 - 20:00
  • Eintritt: Kostenlos